Mümentos

Müttermentorinnen (Mümentos)

muementos@ichbinbaff.de
Keine junge Mutter ist in Fellbach lange auf sich alleine gestellt. Erfahrene Müttermentorinnen helfen ihnen eine Zeit lang, sich in ihrer neuen Situation besser zurechtzufinden. Ehrenamtlich. Freiwillig. Praktisch.

Worum geht es?

Erfahrene Frauen helfen jungen Müttern, damit diese ihren Alltag besser bewältigen können.
Müttermentorinnen – kurz: Mümentos – ist ein Projekt der Freiwilligenagentur Bürger Aktiv Für Fellbach (BAFF).

Für wen ist es gedacht?

 

Für junge Mütter mit kleinen Kindern, die Hilfe brauchen, um ihren Alltag besser bewältigen zu können,

und die sich in den gestiegenen Anforderungen von Haushalt und Kindererziehung alleine noch nicht zurechtfinden:

Frauen also, die Hilfe brauchen und in Form einer zeitlich begrenzten Begleitung auch annehmen.

Wer macht mit?

Reife Frauen in ihrer Lebensmitte oder darüber, die selbst Kinder groß gezogen haben und jetzt von ihrer Zeit und ihrem Wissen etwas abgeben möchten. Sie wissen, wie man Tagesabläufe strukturiert, häusliche Arbeiten am besten bewältigt und den Anforderungen der Kindererziehung am besten begegnet, damit diese Anstrengungen niemandem über den Kopf wachsen.

Wie sieht das aus? Auf was lasse ich mich da ein?

Eine Müttermentorin begleitet eine junge Mutter (und ihre Familie) für eine begrenzte Zeit – ehrenamtlich, freiwillig und praktisch. Einmal in der Woche verabreden sich beide für ein bis zwei Stunden, ordnen Aufgaben und überlegen gemeinsam Lösungswege.

 

Bewährt hat sich dabei ein schriftlicher Tagesplan, der bis zum nächsten Treffen Orientierung und Halt gibt.

Die junge Mutter setzt diesen Plan alleine um, kann sich mit ihren Fragen aber an ihre Mentorin wenden, die ihr mit Rat beisteht.Was heißt das konkret? Die schmutzige Wäsche nimmt kein Ende?

Dann als erste das aussortieren und waschen, was am dringendsten wieder gebraucht wird. Ist die Waschmaschine fertig, die Sachen gleich aufhängen oder in den Trockner geben. Gebügelt wird nur das, was unbedingt gebügelt gehört. Für den Rest reicht es, wenn es ordentlich zusammengelegt im Schrank liegt.– So etwas könnte die Anleitung zu einem Tagesplan geben.

Welche Grenzen gibt es?

Mentorinnen sind nicht dazu da, Kinder zu hüten, Oma zu spielen, zu putzen, zu waschen oder zu bügeln. Und es geht schon gar nicht um Geld. Eine Grenze ist einer Mentorin auch da gesetzt, wo besser Sozialarbeiter, Psychologen, Pädagogen oder die Schuldnerberatung hinzugezogen werden. Keine Mentorin darf sich überfordern oder überfordern lassen.

Bin ich als Mentorin auf mich alleine gestellt?

Vor Ort, das heißt, in der begleiteten Familie, ja. Doch Erfahrungsaustausch ist uns wichtig. Deshalb finden sich auch die Müttermentorinnen von Zeit zu Zeit zusammen und berichten von ihren Erfahrungen, lernen von einander. Das hilft allen ein Stück weiter. Doch auch Müttermentorinnen haben ihre Grenzen – niemand will, soll und darf ihre Zeit, ihre Nerven und ihre Kraft über Gebühr beanspruchen. Sobald solche Grenzen gefährdet werden, sind das Kreisjugendamt und professionelle Kräfte die besseren Helfer.

Was habe ich als Mentorin davon?

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, suchen viele Frauen ihr Mehr an Zeit Sinn stiftend und nützlich einzusetzen. Sie geben von ihrer Erfahrung weiter und wollen in genau diesem Sinne jemandem anderes helfen, der ihnen dafür dankbar ist. Sie begnügen sich nicht mit dem Erreichten, sondern lösen in bürgerschaftlicher Zusammenarbeit Aufgaben – ohne Vertrag, ohne Leistungspflicht, ohne Geld, dafür aber mit dem befriedigenden, erfüllenden Gefühl, wie es nur eine solche ehrenamtliche Arbeit kennt. So behalten sie einen wertvollen und dankbaren Bezug zur Lebenswirklichkeit und halten das Gemeinschaftsgefühl in unserer Stadt am Leben.