Söckchen für das Kinderhospiz „Pusteblume“

 

Claudia Dietz, Michaela Dähne, Michael Arnold, Birgit Held, Meike Müller-Nielsen (von links nach rechts), vorne: Jessica Dähne. Foto: Baff

„Es war nichts Außergewöhnliches, was wir verkauften“, erzählt Birgit Held, Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement. Auf dem Weihnachtsmarkt 2017 boten die Oeffinger Landfrauen  wieder Mini-Söckchen, sonstige Strickwaren und Marmelade für einen guten Zweck an. Diese alltäglichen Dinge waren bei den Besuchern sehr gefragt! Insgesamt kam eine Summe von 1032,15 Euro zusammen, auch durch den Erlös des Glücksrads der 1. Narrenzunft Schmiden Chaos Weiß-Rot.

Der Erlös geht diesmal an das Kinder- und Jugendhospizdienst „Pusteblume“. Koordinatorin Meike Müller-Nielsen zeigt sich erstaunt und erfreut über die hohe Spende bei der Übergabe. „Pusteblume“ gehört zur Hospizstiftung Rems-Murr-Kreis und begleitet Familien in schweren Zeiten. „Ganz viele Geschichten gehen oft über Jahre, da muss der Begleiter passen“, erklärt Müller-Nielsen den großen Unterschied zum Erwachsenenhospizdienst. Nicht nur in der letzten Phase des Lebens unterstützen die Ehrenamtlichen die Familien. Sie sorgen auch über Jahre für Abwechslung im Alltag und begleiten beispielsweise Kinder und Jugendliche beim Abschiednehmen,wenn ein Familienmitglied stirbt, und in der Trauer danach.

Fellbacher Weltwochen 2017

Vom 15. September bis zum 27. Oktober 2017 finden in Fellbach wieder die Weltwochen statt. Zum dritten Mal beteiligt sich die Kappelbergstadt an dem landesweiten Wettbewerb „Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt.“ der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ). Mehr als 50 spannende Veranstaltungen wird es geben, die sich alle mit unserer einen Welt auseinandersetzen.

Das Motto heißt diesmal: „Agenda 2030 – Fellbach macht mit“. Die Agenda 2030 steht für eine nachhaltige Entwicklung und wurde im September 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die internationale Staatengemeinschaft drückt damit ihre Überzeugung aus, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Agenda soll die Grundlage dafür schaffen, den weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

Auch Fellbach will mit den Weltwochen im Herbst einen Beitrag zur Agenda 20130 leisten. Die Veranstaltungen bieten Informationen, Denkanstöße und die Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung. Geboten werden Vorträge, Filme, Ausstellungen, Mitmachaktionen und Konzerte sowie besondere Veranstaltungen in den Schulen. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitagabend, den 15. September, im Fellbacher Rathaus statt; das Abschlusskonzert am Freitagabend, den 27. Oktober, in der Musikschule Fellbach.

Die Weltwochen waren bislang ein großer Erfolg: Sowohl 2013 als auch 2015 überzeugte Fellbach mit seinem vielfältigen, abwechslungsreichen Programm die Jury der SEZ und gewann den ersten Preis in der Kategorie der mittelgroßen Städte.

Derzeit sind in Fellbach noch viele Veranstaltungen in Vorbereitung. Einen
Überblick über alle Veranstaltungen gibt es ab Mitte Juli unter www.weltwochen.ichbinbaff. Ab diesem Zeitpunkt liegt auch die Weltwochen-Broschüre in den Fellbacher Rathäusern und beim i-Punkt Fellbach aus.

Wer sich bei den Weltwochen mit einer eigenen Veranstaltung einbringen möchte, kann sich an Birgit Held, Leiterin der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach, wenden. Telefon: 0711-5851-513

SDG’s_Sustainable Development Goals 2030

Bücher drucken wie bei Gutenberg

Die beliebten Druck-AGs‘ an drei Fellbacher Grundschulen werden fortgeführt. Walter Bernard leitet diese Arbeitsgemeinschaften seit diesem Schuljahr an der Maickler-, Silcher- und Schillerschule. Dritt- und Viertklässler lernen hier die 500 Jahre alte Handwerkskunst des Buchdruckens.

Nach einem für ihn „anstrengenden Start“ bereitet es ihm inzwischen sehr viel Freude, Kindern diese Kunst von Johann Gutenberg zu lehren.

Im vergangenen Sommer sah es so aus, als ob die Druck-AGs aufgegeben werden müssten. Helmut Maile und seine Frau Traudl, die vor mehr als 20 Jahren an den Fellbacher Grundschulen diese AGs einführten, hörten aus Altersgründen auf. Der gelernte Schriftsetzer Maile hatte einst eine komplette Setzerei, Handdruckpressen und Bleisätze in die Schulen mitgebracht.

Diese Ausstattung war es, die den Schriftsetzer und Druck-Ingenieur Bernard hellhörig werden ließen. In der Fellbacher Zeitung las er zwar, dass ein Nachfolger gesucht wird. Er wollte jedoch nur die 60 Kilogramm schwere Handdruckpresse ausleihen, um für seine Enkelkinder ein Buch zu drucken. Er fragte die Rektorin der Maicklerschule Birgit Rombold um Erlaubnis und bot als

Die Rückseite des Buches ist fertig

Gegenleistung einmalig Projekttage für die Schüler an. Daraus wurde mehr. Inzwischen ist der 69jährige Bernard in Sachen Druck-AG in Mailes Fußstapfen getreten.

Der Anfang war keineswegs einfach. „Es hat mich schon sehr gefordert, zehn Kindern in geballter Form Rede und Antwort zu stehen“, sagt er. In den ersten Wochen wurde es für ihn eine Lernaufgabe, „die Kinder einfach machen zu lassen, auch wenn es aus der Sicht des Fachmanns besser gemacht werden könnte.“

Den jungen Druckern gefällt’s: Die Hände in Farbe tunken, Papierseiten verzieren, selbstentworfene Texte setzen und Bücher drucken, das macht Spaß. Im Herbst durften sie auch Laubblätter farbig drucken und Weihnachtskarten im Weißliniendruck-Verfahren fertigen. Dank der kräftigen Hilfe von Bernard halten die Schüler der Silcherschule ihr Buch „Frühling, Sommer, Herbst und Winter“ bereits in der Hand, ebenso die Kinder der Schillerschule ihr Buch „Obst ist gesund“. Die nächsten Druck-AGs laufen bereits, damit die Kinder der Warteschlange auch ihre Chance bekommen. Die Schüler der Maicklerschule haben für ihre Büchlein „Ich wollt ich wär …“ bis zum Sommer Zeit und steigen tiefer in die alte Handwerkskunst ein.

Vor sechs Jahren hatte Maile mit der Druck-AG der Silcherschule sogar einen Preis gewonnen. Das Buch „Mir druggad sogar schwäbisch“ wurde bei einem Wettbewerb des Arbeitskreises Mundart in der Schule als Sieger ausgezeichnet.

Die Druck-AGs sind für die Kinder kostenlos. Die Arbeitsgemeinschaften werden unterstützt von der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach, der Bürgerstiftung Fellbach und in diesem Jahr auch von der Buchbinderei Schmidgall.

So sehen die Bücher  aus

Walter Bernard

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kleine Söckchen – große Summe

Schecküberreichung: (v.l.n.r. Cornelia Junack, Rosemarie Werner, Birgit Held, Michaela Dähne und Friedhelm Brinkmann)

„Wer hätte gedacht, dass man mit dem Verkauf von Söckchen so viel Geld sammeln kann“, freut sich Friedhelm Brinkmann, Kassier der Überlebensfreunde Stuttgart sichtlich überrascht bei der Scheckübergabe im Fellbacher Rathaus. Beim Verkauf der kreativen Söckchen-Unikate sowie der Glücksrad-Tombola der 1. Narrenzunft Chaos Rot-Weiß Schmiden e.V. war insgesamt eine Spendensumme von 825 Euro zusammengekommen.

Die Stabstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach hatte auf dem letzten Fellbacher Weihnachtsmarkt unter der Leitung von Frau Birgit Held wieder einen Benefizverkauf initiiert. Fellbacher Bürgerinnen hatten ehrenamtlich die Mini-Söckchen als Schlüsselanhänger mit Einkaufschip oder als Geldkarte sowie Stickwaren hergestellt. Der Erlös kommt diesmal den Überlebensfreunden Stuttgart zugute.

Dieser Förderverein für „Krebsnachsorge – Leben und Überleben – Qualität und Forschung“ sorgt für eine Optimierung der Behandlungs- und Lebensqualität bei Krebs und speziell der Krebsnachsorge in der Region Stuttgart. Friedhelm Brinkmann engagiert sich gleichzeitig als Geschäftsführer beim Onkologischen Schwerpunkt Stuttgart e.V.. Dieser Verein wiederum begleitet unter anderem seit 20 Jahren Frauen mit Brustkrebs bei Nachsorgemaßnahmen.

Die Nachsorgedokumentationen des Vereins sind wichtige Grundlagen für die Versorgungsforschung und die Erforschung neuer Behandlungsperspektiven bei Brustkrebs. Aufgrund dieser wissenschaftlichen Arbeit wurde der Verein im Jahr 2013 mit dem Walter-Siegenthaler-Preis ausgezeichnet. Seit 2014 wird der Verein von den Überlebensfreunden Stuttgart finanziell unterstützt.

Wer den Verein der Überlebensfreunde helfen möchte, kann sich gerne unter www.ueberlebensfreunde-stuttgart.de über die Arbeit des Vereins und Mitwirkungsmöglichkeiten informieren. (Spendenkonto: Evangelische Bank eG IBAN: DE09 5206 0410 0003 6969 01 BIC: GENODEF1EK1.)

Über die Weihnachtsmarktbude auf dem Fellbacher Weihnachtsmarkt 2017 wird wieder eine gemeinnützige Einrichtung oder Organisation unterstützt. Welche, darüber ist noch nicht entschieden. „Wir sind für Vorschläge offen“, sagt Birgit Held.

 

 

Danke liebe Paten der Aktion Weihnachtswunschbaum

Wir bedanken uns herzlich Ihnen liebe Paten und Spender für die großzügige Unterstützung bei der diesjährigen Aktion Weihnachtswunsch. „Mit Ihren Geschenken haben sie mehr als 370 Fellbacher Kinder und ihre Eltern glücklich gemacht“, sagt Birgit Held, Leiterin der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach. „Sie haben Wärme in diese Familien gebracht.“ Die Augen vieler Kinder und Jugendlichen haben bei der Bescherung gestrahlt. Hüpfen und Jauchzen war bei den Kleinen geboten,  Dankbarkeit bei den Eltern.  Alle Wünsche konnten erfüllt werden. Birgit Held und ihr Team der  ehrenamtlichen Helfer haben zum fünften Mal die Aktion Weihnachtswunschbaum organisiert. Fellbacher Kinder, die die Fellbacher Bonuscard besitzen, konnten ihren Herzenswunsch im Wert von 20 bis 25 Euro auf einen Stern schreiben. Die schön verzierten Sterne hingen im Dezember in den Rathäusern der Stadt und warteten auf Paten.

Abschied vom Zauberbeet

Der Feldsalat kommt auf Sarahs Balkon.

Ein Hochbeet wird gemeinsam zerlegt.

Vorsichtig hackt Sarah mit der Handschaufel den Feldsalat aus der gefrorenen Erde des Hochbeets. Sie setzt den jungen Salat in einen braunen Blumenkasten, damit er auf ihrem Balkon weiter wachsen kann. Auch das gemeinsame Hochbeet im Zauberbeet am Fellbacher Bahnhof wollen die  Hobbygärtner Sarah und Sven auf ihren Balkon umziehen. Die Himbeere kommt ebenfalls mit. Mühsam wird bei frostigen Temperaturen alles zerlegt.

Die beiden sind nicht die einzigen, die an diesem zweiten Adventssonntag wehmütig gestimmt sind. „Schade, dass es mit dem Gemeinschaftsgarten nicht weitergeht“, sagt Aira. Sie wohnt gleich um die Ecke und hat hier in ihrem Hochbeet zwei Sommer lang Blumen, Kräuter, Salat und Kartoffeln gepflanzt. Eine wertvolle Freundschaft wird sie mitnehmen. „Ich habe hier Anni und Inge kennengelernt, wir werden uns weiterhin treffen“, sagt sie. Die drei älteren Frauen haben sich beim gemeinsamen Gärtnern schätzen gelernt.

Was bleibt vom Zauberbeet nach zwei Sommern? Der elfjährige Konstantin erinnert sich: „Am besten hat mir das gemeinsame Frühstück gefallen.“ Gut fand er auch die Bohnen, die seine Mutter gepflanzt hatte. Zaher, der 2015 zusammen mit dem Freundeskreis Asyl ein gemeinsames und in diesem Sommer ein eigenes Beet bearbeitete, wird die Kontakte mit den anderen Gärtnern vermissen. In Syrien hat er blühende Sträucher wie Jasmin gepflanzt“, erzählt er in gutem Deutsch. Das hat er hier wiederholt.

Im Frühjahr 2015 hatte Birgit Held von der Stabstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach zusammen mit Ehrenamtlichen das Zauberbeet am Fellbacher Bahnhof gestartet. Die Idee kam von der Architektin Mihriban Göknil-Vogt, die mit den Ehrenamtlichen viel Zeit und Engagement in dieses Projekt investierte. Viele Fellbacher Firmen, darunter die Landschaftsgärtnerei Schiller und Pflanzenkölle, haben mit Sachspenden großzügig unterstützt. Denn das Gärtnern war kostenlos.

Doch die zeitweise mehr als 20 Hobbygärtner wussten von Anfang an, dass das 360 Quadratmeter große Gelände am Bahnhof nur bis zur Bebauung zur Verfügung stehen wird. Ein Ersatzgrundstück konnte nicht gefunden werden. Deshalb wird der Gemeinschaftsgarten aufgelöst. Das kleine Segelboot und die schweren Bänke haben Leute von Gemeinschaftsgärten in Stuttgart geholt. Der markante bunte Wohnwagen will Birgit Held auf dem städtischen Bau- und Betriebshof lagern, bis er Einsatz bei einem neuen Projekt der Stabsstelle findet.

„Meine Nähmaschine schnurrt wieder ganz sanft“

Meine 20 Jahre alte Nähmaschine der Marke Elna stand zwei Jahre ungenutzt herum. Als ich sie kürzlich benutzte, um Babyhosen zu nähen, bockte sie. Brandgeruch stieg in meine Nase. Vor Schreck schaltete ich das Gerät sofort aus. Etwas war durchgebrannt? War der Motor kaputt? Musste ich mir neue Nähmaschine anschaffen? Da fiel mir das RepairCafe ein.

Mein Gerät fand dort sofort einen Helfer. Einen Computer-Techniker, der über das ganze Gesicht strahlte und mir einen Platz an einem großen Tisch zuwies. „Mit Nähmaschinen kenne ich mich aus, eine Elna ist kompliziert konstruiert“, sagte er sichtlich erfreut. „Wir ölen sie, dann läuft sie wieder“. Er drückte mir verschiedene Schraubenzieher in die Hand, mit denen ich das Gerät komplett öffnen sollte. Etwas hilflos machte ich mich an die Arbeit und zog mehr als 20 lange, kurze, dicke und dünne Schrauben aus der Maschine, bis ich alle Plastikteile entfernt hatte und das Innenleben vor mir stand.

Mein Computertechniker schraubte unterdessen an einer Kaffeemaschine und dazwischen an einem Fernseher. Als er Zeit hatte, half er mir weiter, pustete durch einen Plastik-Strohhalm den Staub aus der Maschine und ölte sie an allen beweglichen Stellen. Dann sollte ich sie zusammenbauen. Da ich nicht mehr wusste, wo welche Schraube hingehört, streikte ich. Flink schraubte er sie zu, wobei zwei Schrauben, eine lange und kurze übrigblieben. Dann kam der Test und siehe da, meine Nähmaschinchen schnurrte ganz sanft. Seither läuft und läuft sie wieder ohne irgendwelche Rauchfahnen. Darüber bin ich überglücklich.

Mutig geworden durch meinen Demontage-Kurs suchte ich im Internet nach einer Anleitung, um die übrig gebliebenen zwei Schrauben noch einsetzen zu können. Aber das Gerät ist so alt, dass es nicht einmal mehr bei Elna geführt wird, geschweige denn eine Gebrauchsanleitung hinterlegt ist.

Mein Nachbar mit der Kaffemaschine hatte leider weniger Glück. Wir bedauerten ihn. Er trug es mit Fassung und sagte, „ein Versuch war es wert“. Der junge technikbegabte Besitzer des Fernsehers ging mit Hausaufgaben heim und sucht jetzt im Internet gezielt nach einem bestimmten Schaltplan. Falls er alleine nicht weiterkommt, will er beim nächsten RepairCafe am 5. August um 17 Uhr wieder mit seinem Gerät vorbeikommen.

Hobby-Gärtner mit Gemeinschaftssinn gesucht

Wer hat Lust mitzumachen? Das Zauberbeet am Fellbacher Bahnhof startet am 12. März in die zweite Saison.

Der Frühling naht und die Vorbereitungen für den Gemeinschaftsgarten gegenüber dem Fellbacher Bahnhof beginnen. Das Zauberbeet darf ins zweite Jahr. Die meisten der Gärtnerinnen und Gärtner aus dem Vorjahr sind wieder dabei. „Wir haben aber noch zehn Pflanz-Beete zu vergeben und suchen dafür weitere Hobby-Gärtnerinnen und Gärtner“, sagt Birgit Läpple-Held, Leiterin der Stabstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach. Sie organisiert seit Frühjahr 2015 zusammen mit ehrenamtlichen Helfern den ersten Bürgergarten in der Kappelbergstadt.

Mitmachen beim Zauberbeet setzt keine Gartenkenntnisse voraus. Anleitung gibt es von den Helfern und den Gärtnern. Die Nutzung ist kostenfrei. Dank Fellbacher Sponsoren können die Hochbeete, Erde, Wasser, Gießkannen und in geringem Umfang auch Werkzeug gestellt werden. Aus dem eigenen Geldbeutel müssen nur Samen und Pflänzchen für Blumen, Salat oder Gemüse bezahlt werden. Gewünscht wird von den neuen Teilnehmern jedoch eine Portion Gemeinschaftssinn und Freude an der Teamarbeit Das heißt, auch mal das Beet des Nachbarn mitgießen, wenn er in Urlaub ist, oder bei Veranstaltungen zu helfen.

„Ein Gemeinschaftsgarten lebt vom Engagement aller Teilnehmer“, sagt Birgit Läpple-Held. Im vergangenen Sommer war es der Zauberbeet-Gruppe gelungen, abwechslungsreiche, informative und unterhaltende Veranstaltungen für Groß und Klein durchzuführen, angefangen von ökologischen Themen rund um die Natur bis hin zur Kriminacht. Das ist auch für die neue Saison geplant.
Das Motto des Zauberbeets heißt wieder: „Gemeinsam sind wir bunt“. Die Gartengemeinschaft setzt sich aus Senioren, jungen Leuten, Familien und Alleinerziehenden mit Kindern aus unterschiedlichen Herkunftsländern zusammen. Für sie war es im vergangenen Jahr ein schönes Erlebnis, den eigenen Salat, Erdbeeren, Tomaten, Mangold, Kräuter und vieles mehr heranzuziehen und zu ernten.

Wer Lust hat, beim Bürgergarten mitzumachen, kann sich ab sofort bis zum 26. Februar bei Birgit Läpple-Held bewerben unter der E-Mail: zauberbeet-fellbach@fellbach.de.oder per Telefon: 0711-5851-513. Ein kurzer Bewerbungsbogen wird den Interessenten dann zugesandt.

Die neue Gartensaison wird am Samstag den 12. März 2016 um 17.30 Uhr eröffnet. Fellbacher Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen.

Reparieren im Café

Ein CD-Spieler, der sich nicht mehr öffnen lässt, ein Wasserkocher, der klemmt oder ein Pullover mit einem Loch. Alles Produkte, die einmal Geld gekostet haben und zum Wegwerfen vielleicht zu schade sind. Im neuen Reparatur Café bekommen diese Dinge eine Chance, wieder einsatzfähig zu werden.

Am 29. Januar 2016, um 17 Uhr, wird in Fellbach beim Treffpunkt Mozartstraße in der Mozartstraße 16, das Reparatur Café eröffnet. Immer freitags von 17 bis 20 Uhr darf jeder mit seinem Problemprodukt vorbeikommen. Mitgebracht werden kann beispielsweise ein defektes Haushaltsgerät, Möbelstück, Kinderfahrzeug, Fahrrad, Rollator oder eine Näharbeit. Man kann dort bei der Reparatur mithelfen, nebenbei Kaffee trinken und ein Schwätzchen halten. Die ehrenamtlichen Helfer und Reparateure sind von Beruf Elektriker, Mechaniker, Schneider oder Holzwerker.

Das Reparatur Café Fellbach ist eine Nachbarschaftsinitiative, das Reparieren als Alternative zum Wegwerfen unterstützt. Es ist ein ehrenamtliches Projekt, gefördert durch die Stadt Fellbach, Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement.

eMail: reparatur-cafe@fellbach.de oder einfach in der Mozartstraße vorbeischauen. Auch weitere Helfer sind willkommen.

Umweltminister lobt das Zauberbeet

Hoher Besuch im Zauberbeet am Fellbacher Bahnhof:

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller und Fellbachs Oberbürgermeister Christoph Palm haben sich eine  Gärtnerschürze und Handschuhe angezogen. Mit Pflanzscheren schneiden sie Brennesseln und Beinwell klein, um einen Naturdünger anzusetzen. Anschließend begutachten sie die Gemüse- und Blumenbeete.  Der Minister lobt den Gemeinschaftsgarten: „Sie verbinden ökologische und soziale Aspekte miteinander und können auf ihr Projekt stolz sein.“ Auch der Oberbürgermeister ist begeistet. „Ich freue mich, dass auf diese Weise an unsere Tradition als Stadt der Gärtner angeknüpft wird.“

 

 

Fellbachs Oberbürgermeister Christoph Palm und Baden-Württembergs
Umweltminister Franz Untersteller im Zauberbeet (Foto: Simone Mathias)