Ein Zauberbeet mitten in Fellbach

Am Bahnhof entsteht eine kleine grüne Oase – vielleicht auch mit Ihrer Hilfe?

Pfützen ade: Von Mitte April an wird sich die Brachfläche am Fellbacher Bahnhof in einen bunten Gemeinschaftsgarten verwandeln und zum Zauberbeet Fellbachs werden. Blumen, Gemüse und Kräuter werden dort wachsen und für Idylle sorgen.
Beim gemeinsamen Gärtnern kommt das Miteinander nicht zu kurz. Plätze zum Ausspannen und Genießen sind auf dem 360 Quadratmeter großen Areal ebenso vorgesehen wie kulturelle oder ökologische Veranstaltungen. Beim Zauberbeet spielen weder Alter noch Herkunft eine Rolle.

Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten ist als Container-Garten geplant. Gepflanzt wird nicht in die Erde sondern in Pflanzkisten, Hochbeeten und Säcken auf Paletten. Eigene Pflanzgefäße können mitgebracht werden. Jede Gärtnerin und jeder Gärtner entscheidet, was sie/er pflanzen möchte. Die Umzäunung des Areals, Wasser, Erde, Pflanzkisten, Paletten, Farben, ein Bauwagen und bei Bedarf kleine Pflänzchen kommen von Fellbacher Sponsoren.

Für das gemeinsame Gärtnern gibt es Spielregeln in Form einer Nutzungsordnung, damit das Projekt für alle ein Erfolg wird. So sind zum Beispiel Ruhe- und Öffnungszeiten strikt einzuhalten.

Haben Sie Lust mitzumachen und ein kostenloses Pflanzbeet zu pachten oder sich mit Ideen oder als Sponsor einzubringen? Dann melden Sie sich bitte bei Birgit Läpple-Held, Leiterin der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Fellbach (Telefon: 0711-5851-740 oder per Mail: birgit.laepple-held@fellbach.de).

Bewerbung bis zum 7. April

Um die Wachstumsperiode auszunutzen, sollte Ihre Bewerbung für ein Pflanzbeet idealerweise bis zum 7. April bei uns sein. Danach werden die Beete verteilt. Sie können auch später dazu stoßen, sofern noch Plätze frei sind. Ab 8. April wird das Areal vom CVJM umzäumt und die Beete verteilt. Das Zauberbeet Fellbach wird offiziell beim Maikäfer-Fest am 3. Mai, 11 Uhr, mit einer Handtaschenaktion eröffnet. Besucher können eine bepflanzte Handtasche spenden, mit denen die Zäune geschmückt werden.

Der Gemeinschaftsgarten ist für 12 bis 18 Monate ausgelegt, solange bis die Bebauung der Fläche ansteht. Denkbar ist, dass der Garten dann auf ein anderes Gelände umzieht. Gemanagt wird der Garten von einer kleinen Gruppe ehrenamtlich tätigen Fellbacher Bürgerinnen und Bürgern zusammen mit Birgit Läpple-Held.

Nachhaltigkeit spielt im Garten eine Rolle. Vorgesehen sind Workshops für Umweltbildung und Ernährung, ebenso Lesungen, ein Gottesdienst und gemeinsames Kochen. Die Teilnehmer sitzen dann vielleicht auf ihnen bekannten Bänken. Denn das Mobiliar kommt aus dem alten Fellbacher Freibad.

Einen Ort der Begegnung schaffen

„Der Garten soll einen Ort der Begegnung schaffen“, sagt Birgit Läpple-Held. Das Zauberbeet kann jungen Gärtnern ein Gefühl geben, woher die Lebensmittel kommen. „Es wird auf jeden Fall einen ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen“, betont Mihriban Göknil-Vogt, ehrenamtliche Mitstreiterin beim Gemeinschaftsgarten.

Die Sponsoren beim Zauberbeet sind unter anderem die Firmen Bürkle Baugruppe, Colorado, Jörg Schiller Garten- und Landschaftsbau, Pflanzen-Kölle sowie die Stadtwerke Fellbach, der CVJM und das Kunstwerk (Simone Weigend).